Solidarität zwischen den Generationen

Eine bedeutsame Form innerfamiliärer Hilfen besteht in der Unterstützung und Pflege jener Menschen, bei denen Hilfebedarf oder Pflegebedarf eingetreten sind.

In der Bundesrepublik Deutschland leben 1.8 Millionen Menschen, die der regelmäßigen pflegerischen Versorgung bedürfen und Leistungen der Pflegeversicherung erhalten.  Von diesen Menschen sind mehr als  4/5  80 Jahre und älter.

Mehr als zwei Drittel dieser Menschen leben in einem Privathaushalt und werden von Angehörigen unterstützt.  Bei diesen Angehörigen handelt es sich nicht selten um Personen, die selbst 60 Jahre und älter sind.

Fast 30 % der pflegenden Angehörigen gehören zur Altersgruppe der 65 bis 79-Jährigen, mehr als 5 % zur Altersgruppe der 80-Jährigen und Älteren.

Mitglieder der mittleren, nicht selten auch der jüngeren Generation geben emotionale und instrumentelle Hilfen an die ältere Generation, so dass in der Tat von einem Austausch der Hilfeleistungen innerhalb der Familie oder einem kleinen Generationenvertrag gesprochen werden kann.

Auch im Alter - vor allem im sehr hohen Alter - sind jedoch Einsamkeitsphänomene zu beobachten:  Etwa 5 bis 10 % der über 75-Jährigen äußern, sich häufig einsam zu fühlen.

(Aus:  Stärken des Alters erkennen und nutzen.  Rede von Andreas Kruse vom 3. September 2006 in Halle.
Prof. Kruse ist Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg,
Kollaborationszentrum der WHO, Vorsitzender der Altenberichtskommission der Bundesregierung)

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