Bericht des Vorsitzenden zur MV 23. März 2015 im Kump/Hallenberg
Liebe Mitglieder, liebe Gäste!
Hier ein kurzer Rückblick über das Jahr 2014, zunächst in Zahlen.
Wir haben inzwischen  die Mitgliedsnummer 291 vergeben. In den zurückliegenden Jahren sind  32 Mitglieder verstorben,  34 verzogen und ausgetreten, so dass die aktuelle Mitgliederzahl 225 beträgt.
In 2014 haben etwa wie 2013 gut 60 unserer Mitglieder 2857 Stunden ihrer Lebenszeit in die Arbeit von etwa 90 Nachfragenden und das Leben unseres Vereins eingebracht, seit Bestehen des Vereins 8793 Stunden. Das Zeitguthaben im Fördertopf beträgt 395 Stunden, 3016€ erhielten wir durch Spenden. Dafür danke ich allen herzlich, ebenso danke ich den Vorstandsmitgliedern für ihr vielfältiges Engagement und die gute Zusammenarbeit.
Bisher haben wir noch den vielfältigen Anfragen nach Unterstützung aufgrund der Einsatzbereitschaft unserer Mitglieder entsprechen können, sogar bei der Unterstützung eines umfangreichen Umzugs. Mit besonderer Dankbarkeit möchte ich ein paar zeitintensive Begleitungen hervorheben, so die tägliche Begleitung eines schwerkranken Mitglieds durch eine Person über ein Jahr oder in einem anderen Fall kurze, tägliche Besuche durch je sechs Mitglieder, ebenso regelmäße Besuche in den Seniorenzentren oder regelmäßige abendliche Telefonate mit älteren Mitgliedern, aber auch akute, äußerst zeitintensive Einsätze für soziale Notfälle mit Fahrten zu Ärzten und Behörden und dem entsprechenden Papierkrieg. Ganz herzlichen Dank!
Ebenso bin ich für das Feiern des Lebens im Rahmen der Weg-Gemeinschaft im Alter und die erlebte Solidarität von Herzen dankbar, sie gibt Kraft für die Arbeit.
Im letzten Jahresbericht hatte ich auf einige Akzentverschiebungen der Vereinsarbeit durch das gemeinsame Älterwerden im Verein hingewiesen. Auch im letzten Jahr hat die Kontaktpflege zu vereinsamenden Mitgliedern abermals zugenommen. - Für immer mehr ältere Mitglieder wird es schwieriger, aktiv am Vereinsleben und unseren Angeboten  teilzunehmen. So wurde auch unser Kaffee-Treff-Angebot in Bromskirchen nur schwach besucht.
Aber das eindimensionale Ersatzangebot des Fernsehens kann nur vertrösten, an der Lebenswelt noch teilnehmen zu können. Der "Hunger" nach direkter Begegnung wird so nicht gestillt. Das geschieht dann eher noch durch Telefonate, in denen die älteren Mitglieder sich wechselseitig austauschen könnten, aber besser noch durch unerwartete Besuche, die das Gefühl geben, nicht vergessen zu sein und noch dazu zu gehören.
Auf diese Weise leistet die Bürgerhilfe im Rahmen des demographischen Wandels einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des sozialen Lebensumfelds und der Würde menschlichen Lebens, die nicht vorrangig vom jeweiligen Einkommen abhängig sein darf und erst recht der Vermarktung aller Lebensbereiche widerstehen muss.
Dieses wurde auch  im Austausch auf drei Fachtagungen der westfälischen und rheinischen Landeskirchen zum demographischen Wandel im ländlichen Raum auf dem Hintergrund sich weltweit verschärfender sozialer Spannungen bestätigt. Diese Basisarbeit im sozial überschaubaren Raum ist in Zukunft von zunehmender Bedeutung für eine positive Gestaltung des demographischen Wandels.
Wir dürfen  uns trotz vielfältiger bedrohlicher Entwicklungen nicht einschüchtern lassen. Was immer geschehen wird, der Sinn unseres Lebens wird sich an unserer alltäglichen Antwort auf die Frage Jesu: "Wem bist Du bereit der Nächste zu werden?", an unserer Liebesfähigkeit entscheiden. Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, außer wir setzen unsere Hoffnung auf die höchst brüchige und vergängliche Macht der Geldaristokratie.
Ein weiterer, zeitintensiver Schwerpunkt war das Annahmen der Herausforderung zunehmender Flüchtlingsschicksale in unseren Kommunen. Was Ende 2013 mit ersten Kontakten in Hallenberg und Somplar begonnen  und zur Teilnahme der Asylbewerber an unser Feier "Heiligabend nicht Allein" geführt hatte, entwickelte sich zunächst zu einer sporadischen Begleitung und materiellen Unterstützung sowie zur Teilnahme an unserem Sommerfest bis ein Vereinsmitglied mich auf die Gründung des Netzwerk Integration in Frankenberg hinwies.
Seither begann eine intensive Kooperation mit Frankenberg und ein verstärkter persönlicher Kontakt mit den Asylbewerbern in Somplar. So hat unser Verein die Aktivitäten im Bereich Freizeit und rechtsanwaltliche Unterstützung beim Asylverfahren mit 500€ unterstützt, ebenso arbeiten wir an der Frage der Verbessrung ihrer Mobilität (AST-Taxi, Gruppenfahrten, Fünferkarten..) zur Teilnahme an Angeboten. Einzelaktionen, so gut und hilfreich sie im Einzelfall auch sein mögen, werden angesichts der zunehmenden Flüchtlingsströme nicht ausreichen. Deshalb werden wir auch nach weiteren Kooperationspartner im Bereich der Kommune und örtlichen Vereine suchen und zugleich die Möglichkeiten unserer Bürgerhilfe weiter ausloten.
Unterbringung und Versorgung mit dem Nötigsten ist ein Thema, das wesentlichere aber wird die Entwicklung einer Willkommenskultur und Integration sein. So sind diese hellwachen, aber auch teils traumatisierten Menschen in Somplar für ihre Unterbringung und materielle Unterstützung dankbar, aber ihnen fehlen soziale Kontakte, eine Tagesstruktur und das Gefühl, gebraucht zu werden, selbst etwas Positives beitragen zu können, in -wenn auch flüchtigen- Begegnungen mit Worten oder einem offenen Lächeln im Einkaufsladen oder auf der Straße wahrgenommen zu werden. Das ist unverzichtbare, hoffnungsvolle Nahrung für ihre Seelen. Und sie geben uns direkt mit ihren strahlenden Augen und ihrer Zugewandtheit Dankbarkeit zurück.
So haben wir im März 10 Asylbewerber aus Somplar in unsere Bürgerhilfe aufgenommen, dadurch erhalten sie wenigstens bei ihren Aktivitäten Versicherungsschutz, aber auch die Möglichkeit, durch kleine Arbeiten z.B. im Garten oder dergleichen positive soziale Kontakte zu knüpfen, Sprache zu üben. In unserer Bürgerhilfe bräuchten wir so etwas wie patenschaftliche Begleitung bei Behörden oder Arztbesuchen und erst recht bei der Wohnungssuche.
Im Bereich Migration bahnt sich bei der Sprachförderung eine erste Kooperation mit der Bromskirchner Grundschule an, wir suchen noch weitere Helfer! Die Kooperation mit dem Kindergaten- Förderverein und Posaunenchor entwickelt sich positiv.
Unsere Homepage wird bundesweit gelesen und regt immer wieder zu Neugründungen an, die dann auch direkt mit mir Kontakt aufnehmen, so auch eine Initiativgruppe aus dem Bielefelder Raum, die ich durch Besuche, Vorträge und Materialien begleite.
Über einhundert Menschen feierten am 14.Juni mit der Bürgerhilfe das Sommerfest auf der Obelinsphermühle bei schönem Wetter, guter Laune, einem reichhaltigen Büfett und vielen Gästen. Der Posaunenchor spielte auf, es gab Liedzettel und alle sagen mit. -Die Bürgerhilfe übergab dem Posaunenchor und dem Förderverein des Kindergartens je eine Spende in Höhe von 250€ zur Förderung ihrer kreativen Arbeit
Weitere Höhepunkte waren die liebevoll gestaltete Nikolausfeier  in Winterberg und die Aktion Heiligabend nicht allein, an der auch 15 Asylbewerber teilnahmen. Ebenso fan- den die üblichen Besuche in der Adventszeit bei einsamen Menschen statt Allen Mitwir-kenden auch an dieser Stelle herzlichen Dank.     Ich wünsche  uns nun ein angeregtes Gespräch bei Schnittchen und Getränken.   Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
Burkhard Zeunert                  bzeunert@web.de               Bromskirchen, den 23.3.2015

 

 

 

Liebe Besucher unserer Homepage:
Wir wünschen Ihnen eine schöne, erlebnisreiche Frühlingszeit, in der auch Sie wieder Lebensenergie tanken können
und sich vom aufblühenden Leben  in Ihrer Umgebung mit Freude und Unternehmungslust anstecken lassen.
Schon jetzt laden wir Sie und Gäste zu  unserem diesjährigen Sommerfest am 13. Juni ab 15.00h auf die Obrlinsphermühle in Bromskirchen ein.
Mit herzlichen Grüßen im Namen des Vorstands
Burkhard Zeunert

 


 

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